Daten von Druckern und Multifunktionsgeräten geleakt

Ein sehr interessantes Thema wurde die Tage in einem Fernsehbeitrag aufgegriffen: in vielen technischen Geräten befinden sich  Speichermedien, wie beispielsweise Festplatten in Multifunktionsgeräten (MFP). Wird ein solches Gerät weiterverkauft, dann ist es mitunter ein Leichtes, sämtliche Druckaufträge, Scans,  Faxe oder Kopien zu rekonstruieren, da oft Festplatten in diesen Geräten verbaut sind, auf welchen die Daten gespeichert werden. Dies hat natürlich nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch eine strafrechtliche Brisanz. Stellt sich die Frage: wie kann man sich vor einem möglichen Datendiebstahl schützen? Gegenübergestellt werden hier zum Einen die softwareseitige Vernichtung der Daten sowie die hardwareseitige Zerstörung der Festplatte.

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Wasserschäden an Ihren digitalen Geräten

Die Unwetter, die wir und der Rest von Europa letzte Woche erlebten, werden uns in Zukunft regelmäßig plagen. Überflutete Straßen, über die Ufer getretene Flüsse und Dörfer, die von der Außenwelt abgeschnitten sind.

Viele der Betroffenen sind auch Selbständige, immerhin zwei von drei Unternehmen sind Einzelfirmen, die oft ihre Home-Offices haben. Das heißt in der Regel ein Büro mit Elektronik, wie Computern oder kleinen Servern, externen Festplatten oder NAS Systemen (für das vorbildliche Backup), Smartphones und Tablets, Kameras, etc. Auf all diesen Geräten sind meist wertvolle Daten gespeichert, die zum Zeitpunkt der steigenden Wasserstände am Liebsten nach Luft schnappen.

Professionelle Serverräume haben statt einer Sprinkleranlage zur Feuerbekämpfung meist eigene Gaslöscher in Verwendung, damit die Geräte mit den zahlreichen Festplatten in RAID-Systemen nicht nass werden. Aber durch Überschwemmungen oder starken Regenfällen können dann auch in Serverräumen große Schäden entstehen.

Immer wieder tragen wir dazu bei Flut-Opfern Ihre verloren geglaubten Daten zu rekonstruieren. Wichtige Daten sind bislang zum Glück nie verloren gegangen, wenn eine Festplatte oder Speicherkarte aus dem Wasser bzw. Schlamm geborgen wird, solange diese im Anschluss ohne weitere Manipulationen und Trocknungsversuche auf direktem Weg in eines unserer Labore gelangen. Auch ist es schon vorgekommen, dass versucht wurde, Beweise auf Datenträgern zu vernichten, indem digitale Beweisstücke ins Wasser geworfen wurden. Auch an diesen Fällen konnten wir die Daten immer noch zurückgewinnen. Kurz gesagt, Datenträger mit Feuchtigkeitsschäden sind regelmäßig auf unseren OP-Tischen für die Wiederherstellung.

Was, wenn der Wasserschaden bereits eingetreten ist?

Geschwindigkeit ist in diesen Fällen sehr wichtig für eine erfolgreiche Datenrettung von Festplatten oder anderen Medien. Der „nasse“ Datenträger muss umgehend in ein Reinraumlabor gebracht werden. Wenn nämlich eine Festplatte für eine lange Zeit Feuchtigkeit ausgesetzt ist kann die Feuchtigkeit in den inneren Teil der Platte dringen. Es ist von großer Bedeutung, dass die feuchten Magnetscheiben feucht bleiben, nicht bewusst getrocknet werden und bevorzugt vakuumverpackt oder mit einem feuchten Tuch eingewickelt und in einem luftdichten Plastikbeutel verpackt transportiert werden um Korrosion zu verhindern.

Was es vor allem zu vermeiden gilt?

In keinem Fall darf eine Festplatte auf einer Heizung oder mit einem Fön getrocknet werden, da der Schaden in Form von Korrosion nur steigt, die unsere Techniker dann daran hindert, die Daten wiederherzustellen.

Wie steht es um den Versicherungsschutz für die Hardware und den Datenverlust?

Versicherungen bieten nach Brand oder Wasserschaden, oftmals keine (!) Abdeckung für den Verlust von Daten, der Grund dafür ist die Deklaration als Naturkatastrophe. Der Verlust von digitalen Daten wie Finanzdaten, Datenbankdateien, entwickelten Programmen, etc. ist meist auch nicht durch Betriebsunterbrechungs-Versicherungen abgedeckt. Dies hat oft eine dramatische Auswirkung auf die Kontinuität des Unternehmens, wenn es uns Datenretter nicht gäbe.

Gibt es Vorschläge für die Aufbewahrung von Sicherungskopien?

Das beste Mittel den Verlust Ihrer Daten rechtzeitig zu vermeiden, sind natürlich Sicherungskopien die Sie dann an verschiedenen Standorten verteilt aufbewahren sollten, so dass die Daten in einem Notfall so schnell wie möglich wieder in Betrieb genommen werden können. Gerade bei Wasserschäden, aber auch im Falle von Feuer oder Einbruch, verdeutlicht sich die Notwendigkeit der Aufbewahrung von Backups außer Haus.