Datenträgermanipulation – leider kein Einzelfall!

Vor schwarzen Schafen ist ja erfahrungsgemäß keine Branche gefeit. Auch Datenretter werden regelmäßig mit den Missetaten einiger unseriöser Mitbewerber konfrontiert. Vor geraumer Zeit hatten unsere Techniker mal wieder einen solchen Fall im Labor, bei dem die Manipulation der Hardware ein ganz besonderes Ausmaß angenommen hatte.

Dazu vorab ein paar Rahmeninformationen: Unser Kunde hatte von einem Mitbewerber die Information erhalten, dass bei seinem Datenträger keine Datenwiederherstellung mehr möglich sei. Der Kunde äußerte im Verlauf des Erstgesprächs mit unserem Sachbearbeiter den Verdacht, dass unser Konkurrent aufgrund des vorher vereinbarten Festpreises den immensen Aufwand der Wiederherstellung scheute. Da sich ein derartiger Umstand ohne eigene Diagnose im hauseigenen Reinraumlabor nicht verifizieren lässt, war eine Einsendung des Datenträgers notwendig. Wir bekamen den Datenträger zur Business-Diagnose nach Hamburg gesendet, trotz des vorab kommunizierten Risikos, dass die bestehende Aussage des Mitbewerbers durchaus zutreffend sein könnte.

Unsere Techniker im Labor staunten nicht schlecht, als sie beim Öffnen der Festplatte partielle Fingerabdrücke und deutliche Kratzspuren, die von einem abgerutschten Schraubendreher herrühren dürften, auf den ferromagnetischen Datenträgeroberflächen feststellen mussten. Im weiteren Verlauf der Laborarbeiten stellte sich heraus, dass die Position mehrerer Datenträgerscheiben innerhalb des Stacks vertauscht worden waren – ein Unterfangen, welches unserer fachmännischen Einschätzung nach einzig und allein dem Zweck dient, die Arbeiten für weniger ambitionierte und unerfahrenere Datenretter unmöglich zu machen.

Eventuell sollte dies aber auch den Aufwand der Datenrettung um ein Vielfaches zu erhöhen, damit der Kunde anhand des wesentlich höheren finanziellen Aufwands keinen anderen Dienstleister in Anspruch nehmen würde. Falls der Betroffene eine Zweitmeinung einholen würde, wäre eine identische Aussage hinsichtlich der Machbarkeit aber ebenso wahrscheinlich.

Nur wurde in diesem speziellen Fall eben nicht berücksichtigt, dass der Kunde sich an Attingo wenden würde. Immerhin ist dies nicht das erste Szenario von schadhafter Datenträgermanipulation und Sabotage in den letzten 20 Jahren, bei dem Attingo zu Rate gezogen wurde. Wir freuen uns, dass wir dem Kunden helfen und einmal mehr beweisen konnten, dass die Hartnäckigkeit unserer Techniker und Ingenieure beispiellos ist.

Risiko Remote Datenrettung

Remote Datenrettung klingt im ersten Schritt erst einmal nach einer perfekten Lösung und hat – zugegebenermaßen – auch gewisse Vorteile. Im Idealfall hat man als betroffener Kunde nach erfolgreicher Datenrettung unter Umständen ohne allzu großen Zeitverlust seine Daten wieder.

Was die meisten jedoch nicht wissen: Nicht selten bezahlt man dieses Szenario mit einer erheblichen Portion Risiko. Risiko Remote Datenrettung weiterlesen

Datenverlustfalle USB-HUB

Im letzten Monat habe ich einen Kunden betreut, der auf sehr dramatische Weise von Datenverlust betroffen war. An seinem USB-Hub waren zwei externe Festplatten sowie ein USB-Stick angeschlossen. Unglücklicherweise hat der mit einer separaten Stromversorgung betriebene Hub eine Überspannung erlitten. Die Folge dieser kurzen Spannungsspitze waren drei defekte Datenträger.

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Backup vor iOS 10.3-Update

Apple-User aufgepasst! Apple entwickelte innerhalb der letzten drei Jahre das neue auf Flash-Speicher optimierte Dateisystem APFS (Apple File System). Damit wird das inzwischen 3 Jahrzehnte alte HFS+ abgelöst. Parallel dazu wird aktuell iOS 10.3 für iPhone, iPad und iPod touch eingeführt. Besitzer dieser Geräte, die auf die nächste iOS-Version aktualisieren wollen, sollten sich auf jeden Fall Gedanken über ihre Backup-Strategie machen.

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Just a Bunch of Disks

Mit der immer weiter fortschreitenden Digitalisierung und damit einhergehenden Speicherung von Daten finden vor allem NAS Systeme, die für den Einsatz von mehr als einem Datenträger konfiguriert sind, immer mehr Anklang. Je nach verwendbarer Anzahl der Datenträger gibt es so die unterschiedlichsten Konfigurationsmöglichkeiten. Just a Bunch of Disks weiterlesen

Datenverlust bei RAID 1 Systemen

RAID 1 – die billige Variante, ein Backup durchzuführen mit meist zwei Festplatten – so wird es gerne suggeriert. Man hat ein Quellmedium und gleichzeitig werden die Daten auf der gespiegelten Festplatte gespeichert. Was in der Theorie so schön klingt, kann in der Praxis jedoch schwere Folgen nach sich ziehen.

Ich sehe immer wieder, dass RAID 1 Systeme bei uns zur Datenrettung eingeschickt werden. Die häufigsten Ursachen für Datenverlust – trotz Spiegelung – bei RAID 1 Systemen sind:

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Zimbra Postfächer Accounts zusätzlich sichern tar.gz

Zimbra bietet neben einer generell ausgezeichneten Groupware auch ein tolles Interface an, sowohl über eine Web-Api als auch Command-Line-Tools administrative Aufgaben zu erledigen.

In diesem Artikel möchte ich zeigen, wie einfach es ist Postfächer automatisiert in Zimbra zu sichern – zusätzlich zum eigenen interne Zimbra Backup.

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Headcrash

Headcrash ist nicht gleich Headcrash. „Headcrash“ bedeutet zwar grundsätzlich per Definition, dass eine direkte Berührung der Schreib-/Leseköpfe auf den ferromagnetischen Oberflächen stattgefunden hat, hierfür kann es jedoch unterschiedliche Ursachen geben. Ebenso können die Auswirkungen völlig unterschiedlich sein. Im Folgenden haben wir einen Überblick zusammengestellt! Headcrash weiterlesen