4k Sektoren

Früher war alles besser: Da gab es Platten (zumindest bei ATA), die hatten alle 512 Bytes pro Sektor.

Doch dann kamen die großen Platten von 2TB und größer, was ältere Betriebssysteme teilweise nicht unterstützen und auch die konventionelle Partitionstabelle (MBR) funktioniert dann nicht mehr.

Mit Festplatten > 2^32 Sektoren muss man entweder eine GUID-Partitionstabelle (GPT) benutzen um die höhere Kapazität nutzen zu können oder aber man schummelt: Man sagt die Platte hat plötzlich nicht mehr 512 Bytes pro Sektor, sondern 4096. Die interne Umrechnung der Platte lasse ich einfach mal jetzt außen vor.

Dann hat eine 3TB Platte nicht mehr 5.860.533.168 Sektoren, sondern „nur noch“ 732.566.646.

Doof ist das, wenn der externe USB Adapter diese Schummelei durchführt, dieser aber durch ein falsches Netzteil ins Jenseits befördert wurde.

Aber was soll’s, schließlich hat die Platte ja noch einen S-ATA Anschluss. Also Gehäusedeckel auf und ab ans S-ATA Kabel.

Doch was ist das? Die Partition ist ja nur noch 375GB groß. Wo ist der Rest hin? Kein Laufwerksbuchstabe? Das kann doch nicht sein…

Doch, kann es: Der PC sieht die Platte direkt am S-ATA Bus in ihrer vollen Schönheit mit ihren 5.860.533.168 Sektoren und findet laut Partitionstabelle auf Sektor 256 keinen NTFS Bootsektor. Der ist jetzt ja an Position 2048.

Zum Glück gibt es Hex Editoren und Taschenrechner. Als Datenretter macht man so etwas natürlich im Kopf 😉

Jetzt muss hier und da alles mal acht, minus eins, dann irgendwo anders wieder plus eins und sowieso alles hin und her gerechnet werden und plötzlich hat man das System überlistet und hat wieder Zugriff auf die geliebten Daten – vorausgesetzt die Treiber sind aktuell und es werden Platten > 2TB unterstützt.

Oder aber man kauft einen heilen Adapter, aber das macht ja keinen Spaß.

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