Datensicherungs-Tücken

Datenverlust trotz Time Capsule oder Time Machine

Ein Klick – kontinuierliche Datensicherung. Mit dieser Botschaft wirbt Apple erfolgreich für sein Produkt Time Capsule.

Apple bietet  mit der automatischen Datensicherung ein quasi rundum Sorglospaket für seine User, wenn das Produkt richtig gehandhabt wird. Wir stellen jedoch vermehrt fest, dass Kunden trotz Einsatzes der Time Capsule von Datenverlust betroffen sind, denn die Time Capsule verleitet zur Nachlässigkeit.

So kommt es vor, dass eine Time Machine Datensicherung auf der Systemfestplatte auf einer weiteren Partition durchgeführt wird. Dies hat fatale Folgen, wenn die Festplatte mechanisch beschädigt wird und ein Zugriff auf die Daten nicht mehr möglich ist – und das kann schneller passieren, als man vermutet. Schon leichte Erschütterungen im laufenden Betrieb oder ein zu fest zugeklappter Deckel des MacBooks können zu Oberflächenschäden auf der Magnetschicht der Festplatte führen, nicht selten ist die Schreib-/Leseeinheit ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Eine Datensicherung auf der einzigen Systemplatte sollte daher bestenfalls als zusätzliche, aber nicht als einzige Datensicherung dienen.

Doch auch mit dem Einsatz einer externen Festplatte kommt es mit der Time Capsule immer wieder zu Datenverlust. Dabei stellt nicht Time Capsule selbst das Problem dar. Der klassische Fall ist, wenn die Festplatte von überflüssigen Daten bereinigt wird – mit dem Wissen, dass die nun gelöschten Original-Daten ja regelmäßig auf der Time Capsule gespeichert wurden. Jedoch werden nach einer gewissen Anzahl von Sicherungs-Zyklen auch die Sicherungskopien dieser Daten gelöscht. Eine Datenrettung ist dann oft nur noch von der internen Festplatte möglich, da auf der externen Festplatte die Daten bereits mit neuen Backups überschrieben sind.

Datensicherung versus Datenauslagerung

Bekannter XY: „Meine Fotos sind alle auf einer externen Festplatte gesichert!“

Nicolas: „Ah, sprich Du hast die Fotos sowohl am PC als auch auf der externen Festplatte?“

Bekannter XY: „Nein, wieso am PC, hab sie ja eh auf der externen Festplatte?“

Solche Gespräche sind keine Seltenheit. Vielen Personen ist offensichtlich nicht bewusst, dass eine Datenauslagerung nicht mit einer Datensicherung zu verwechseln ist. Zum Beispiel Fotos auf einer externen Festplatte zu speichern ist nur dann eine Datensicherung, wenn eine Kopie (oder eben das Original) auf dem PC oder Laptop gespeichert ist. Werden die Daten nur auf der externen Festplatte gespeichert handelt es sich um eine Datenauslagerung ohne irgendeine Redundanz.

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